Gutenthal



Wappenbeschreibung:
In Silber eine birnenförmige, gestürzte grüne Spitze, darin ein silbernes Antoniuskreuz, an dem zwei goldene Glöckchen mit schwarzen Klöppeln hängen..


Wappenerklärung:
Die gestürzte, birnenförmige Spitze ergibt das Bild eines Tales, eine Anspielung auf den Ortsnamen. Das Antoniuskreuz mit den beiden Glöckchen ist das Attribut des Hauptpatrons der Gemeinde, des hl. Antonius, des Einsiedlers.

Zur Geschichte:
Im Jahre 1272 wurde Gutenthal zum ersten Mal erwähnt bei der Verpfändung "der Salmschen Leute in Gutenthal" an den Vogt Nikolaus von Hunolstein. In einer Urkunde von 1282 wird dann "Godendal" nochmals erwähnt in einer Zusammenfassung verschiedener Lehensübertragungen an Hunolstein. Nachdem im Jahre 1487 Vogt Nikolaus ohne männlichen Erben gestorben war, fiel die Vogtei an den obersten Lehnsherrn, den Kurfürsten von Trier zurück. 
Bis zum Jahre 1839 war Gutenthal Mittelpunkt und Verwaltungssitz zweier 
Amtsbürgermeister. Die Bürgermeisterei war in einem Gebäude untergebracht, das 1899 abbrannte und um die Jahrhundertwende wieder aufgebaut wurde. 
Gutenthal soll in jener kommunalpolitisch bedeutungsvollen Zeit auch Marktort gewesen sein.

Gutenthal war nie Pfarrort, sondern gehörte in der frühen Zeit zu Berglicht, dann zu Wahlholz und bis heute als Filiale der Pfarrei Morscheid an. Um 1569 wird zum ersten Mal eine Kapelle in Gutenthal erwähnt (dem hl. Antonius geweiht). Erbauer war wahrscheinlich Pfarrer Georg Hontheim. In den Jahren 1701 - 1717 wurde die Kapelle in Gutenthal umgebaut bzw. z.T. neu erbaut. Damals wurde dann auch ein Taufstein aufgestellt und um die Kapelle ein Friedhof angelegt. Vermutlich brachte man in jener Zeit das 1612 gemalte Altarbild aus der Graacher Kirche nach Gutenthal und gab der Kapelle mit dem hl. Hubertus einen zweiten Patron. In den Jahren 1956/57 erfuhr die Kapelle in Gutenthal die letzte größere Umgestaltung. Sie wurde zu einer Filialkirche erweitert. Bis auf den Turm und die südliche Seitenwand wurde die Kapelle abgerissen und von außen und innen neu gestaltet. Im Rahmen des Straßenneubaus (1978) wurde die Kirchhofsmauer neu erstellt und der Außenanstrich der Kirche erneuert. Der historische Rundbogen und das Steinkreuz, das als Kriegergedächtnisstätte dient, wurden restauriert.

Gutenthal gehört heute zu den wenigen Orten der Gemeinde Morbach, die noch eine Schule ihr eigen nennen. Das ist sicher ein großer Glücksfall für den Ort und für die Attraktivität als Wohngemeinde von Wichtigkeit.